13. Juni 2018
von Kristin Allwinger

Österreicher wünschen sich eher weniger EU als mehr

Denken Sie, dass die neue Datenschutzverordnung, die seit 25. Mai in Kraft ist, in jedem EU-Land genauso streng wie in Österreich ausgelegt wird? Acht von zehn Befragten meinen NEIN! Das ergab eine aktuelle Akonsult-Umfrage anlässlich der EU-Ratspräsidentschaft im Auftrag der Regionalmedien Austria (n = 604).

Nur 19 Prozent der Befragten sind für die Aufnahme weiterer Staaten wie etwa der Westbalkanländer in die EU. Acht Prozent sind unentschlossen. Fazit für Akonsult-Chefin Kristin Allwinger. “Eine neuerliche EU-Erweiterung müsste der Bevölkerung erst mit viel Überzeugungsarbeit schmackhaft gemacht werden.”

Beim Thema Flüchtlinge glauben 54 Prozent der Befragten, dass die EU keine gemeinsame Vorgehensweise finden wird. Immerhin glauben aber 35 Prozent an eine einheitliche Lösung. Allwinger: “Dieser Wert überrascht, da es derzeit dafür keine Anzeichen gibt. Daraus lässt sich der große Wunsch nach einer Bewältigung der Flüchtlingsfrage ableiten.”

Hier geht`s zum ersten Teil unserer aktuellen Akonsult-Umfrage anlässlich des EU-Ratsvorsitzes:  https://www.akonsult.at/umfrage_zum_ratsvorsitz/

Lesen Sie den vollständigen Beitrag in der Onlineausgabe der Regionalmedien Austria: https://www.meinbezirk.at/land-oesterreich/politik/eu-umfrage-oesterreicher-sagen-nein-zu-eu-erweiterung-d2667785.html

12. Juni 2018
von Kristin Allwinger

Berufseinsteiger wünschen sich Selbstständigkeit – Hindernisse sind Bürokratie und Angst vor Einflussnahme großer Konzerne

Wie werden sich die Freien Berufe verändern? Wird es künftig auch noch am Land den Hausarzt, die selbstständige Pferdetierärztin, den Rechtsanwalt mit kleiner Kanzlei geben? Wie wollen

die Jungen ihre Arbeitszeit gestalten? Diesen Fragen ist die Bundeskonferenz der Freien Berufe Österreichs (BUKO) mit einer vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Akonsult durchgeführten Meinungsumfrage unter knapp 900 Befragten nachgegangen.

72 % wollen sich selbstständig machen

„Der Wunsch nach einer selbstständigen Tätigkeit ist einer der Hauptgründe, warum ein Freier Beruf angestrebt wird.“ erklärt die Studienautorin Kristin Allwinger des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Akonsult. 72 % der Befragten planen, sich selbstständig zu machen bzw. haben sich schon selbstständig gemacht.

Der Präsident der Bundeskonferenz der Freien Berufe Österreichs (BUKO), Kurt Frühwirth sieht mit diesem Ergebnis den Einsatz der BUKO für die kleinen Selbstständigen unter den Freien Berufen bestätigt. Frühwirth erklärt: „Das Wesen des Freien Berufes ist es, selbstständig und unabhängig zu sein. Auch wenn wir heute schon bei einigen Gruppen der Freien Berufe, wie etwa den Apothekern, viele Angestellte haben, freut mich dieses klare Bekenntnis unseres Nachwuchses zur Selbstständigkeit.“

Selbstständig mit 40 plus

Jene 28 % der Befragten, die angeben, derzeit keine Selbstständigkeit anzustreben, wurden noch weiter befragt. Hier hat jede/r 5. im Hinterkopf, sich im Laufe des Berufslebens, mit 40 plus noch selbstständig zu machen. BUKO Präsident Kurt Frühwirth meint dazu: „Das ist durch die lange und fundierte Ausbildung bei den Freien Berufen zu erklären. Ein Tierarzt oder eine Tierärztin beispielsweise durchläuft ein langes aufwendiges Studium, will dann als Assistent oder Assistentin Erfahrung sammeln und erst später eine eigene Praxis oder Klinik eröffnen.“

80 %: „Gemeinsam selbstständig!“

Fast 80 % der Befragten wollen sich gemeinsam mit BerufskollegInnen selbstständig machen.

Rudolf Kolbe, Vizepräsident der Bundeskammer der ZiviltechnikerInnen und Präsident des Europäischen Rates der Freien Berufe CEPLIS sieht darin einen Trend der Zeit. „Die junge Generation arbeitet mit Elan, will aber auch Zeit für Familie und Freizeit haben, während meine Generation noch viel mehr in den Beruf gesteckt hat. Auch ist zum Beispiel bei den Ziviltechnikern festzustellen, dass sich aus den Einzelkämpfern früherer Zeiten immer mehr teamorientierte Kollegen entwickelt haben.“

Ärgernis Bürokratie

„Nicht noch mehr Vorschriften wie Registrierkasse, Meldefristen, Datenschutzgrundverordnung!“ lautet ein Zitat aus den offenen Antworten der knapp 900 Befragten auf die Frage, was sie sich von der Politik wünschen.

66 % der Befragten sehen in der Einhaltung der Bürokratie und der Vorschriften die größte Herausforderung der Selbstständigkeit.

Damoklesschwert Kapitalinvestoren

Die EU Kommission erhöht ständig den Druck – auch auf Österreich, um die mehrheitliche Beteiligung von Finanzinvestoren und großen Unternehmen bei den Freien Berufen zu ermöglichen. Das sieht der Großteil der Befragten negativ. 82 % der StudienteilnehmerInnen befürchten durch Beteiligungen ausländischer Konzerne an Arztpraxen, Anwaltskanzleien etc. eine Einflussnahme auf die Berufsausübung. Fast ebenso viele erwarten dadurch eine Monopolisierung.

„Die drohenden mehrheitlichen Unternehmensbeteiligungen sind ein Damoklesschwert für die Freien Berufe, wie wir sie heute haben.“ sagt BUKO Präsident Kurt Frühwirth. „Wir erleben bereits jetzt, dass sich – finanziert durch ausländische Kapitalinvestoren – Tierarztketten etablieren und sich damit die Praxisstruktur nachhaltig verändert. Bei entsprechender Marktbeherrschung steigen die Honorare deutlich an, wie man in anderen Ländern auch bereits sieht. Die Leistbarkeit wird für viele Kunden damit zur existentiellen Herausforderung.“

CEPLIS Präsident Rudolf Kolbe meint dazu: „Im Europäischen Rat der Freien Berufe setzen wir uns in Brüssel dafür ein, dass die Bedeutung der Freien Berufe für die Gesellschaft nicht nur erhalten bleibt, sondern weiter ausgebaut wird.“

Appell an Bundesregierung zu Beginn der EU-Präsidentschaft

BUKO Präsident Kurt Frühwirth und CEPLIS Präsident Rudolf Kolbe appellieren anlässlich der mit 1. Juli 2018 beginnenden EU-Ratspräsidentschaft an die österreichische Bundesregierung, sich dafür einzusetzen, dass es auch weiterhin kleine VertreterInnen der Freien Berufe gibt und gegen Druck der EU-Kommission, die mehrheitliche Beteiligung von Kapitalgesellschaften bei den Freien Berufen zuzulassen, aufzutreten.

Meinungsforscherin Allwinger „Haben Nerv getroffen.“

Die Markt- und Meinungsforscherin Kristin Allwinger von Akonsult ist überrascht vom großen Feedback der Befragten: „Wir haben auch offene Fragen gestellt und die sind auf großes Interesse gestoßen. Sehr viele der fast 900 Befragten haben sich die Mühe gemacht, ihre Wünsche und Anregungen zu notieren. Das zeigt mir, dass wir den Nerv der Berufseinsteiger in den Freien Berufen getroffen haben.“

Methoden der Studie Auftraggeber: Bundeskonferenz der Freien Berufe
Methode/ Zielgruppe: Befragungen (CAWI/Face2Face), VertreterInnen der Freien Berufe: ApothekerInnen, ArchitektInnen, ÄrztInnen, NotarInnen, PatentanwältInnen, RechtsanwältInnen, SteuerberaterInnen und WirtschaftsprüferInnen, TierärztInnen, ZahnärztInnen und ZiviltechnikerInnen.

Stichprobengröße: n = 856
Untersuchungszeitraum: 9. April bis 28. Mai 2018

Hintergrundinformation Freie Berufe

Die Bundeskonferenz der Freien Berufe Österreichs (BUKO) ist der Dachverband der 9 Freiberufskammern in Österreich. Die BUKO vertritt 80.000 Mitglieder. 170.000 Beschäftigten arbeiten in den Freien Berufen. Zu den Freien Berufen zählen in Österreich die medizinischen Berufe ÄrztInnen, ApothekerInnen, ZahnärztInnen und TierärztInnen, die juristischen Berufe NotarInnen, RechtsanwältInnen, PatentanwältInnen sowie die SteuerberaterInnen und WirtschaftsprüferInnen sowie ZiviltechnikerInnen.

Fotocredit: Maria Drapal

http://www.freie-berufe.at/

 

5. Juni 2018
von Kristin Allwinger

AKONSULT-Umfrage zum EU-Ratsvorsitz: Teil I

Österreicher für Verbleib in der EU

Die Österreicher würden bei einer Abstimmung über einen EU-Austritt derzeit mehrheitlich für einen Verbleib in der Union stimmen. Das geht aus einer exklusiven Umfrage  des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Akonsult im Auftrag der Regionalmedien Austria hervor.

Auf die Frage “Soll Österreich aus der EU austreten?”, antworteten 56 Prozent mit “Nein”. 35 Prozent sagten “Ja”. Neun Prozent gaben keine Antwort.

“Mit zunehmenden Alter steigt allerdings die Ablehnung gegenüber der EU”, analysiert Akonsult-Chefin Kristin Allwinger. “Bei der Generation 60plus votieren 52 Prozent für einen EU-Austritt.”

Link: Beitrag RMA-Print – Akonsult-Umfrage

Ähnlich wie bei der Öxit-Frage ist die Differenz bei der Einschätzung zum EU-Austritt von Großbritannien. 58 Prozent der Befragten halten den Brexit für schlecht, 37 Prozent für gut.

Und was erwarten sich die Österreicher vom EU-Ratsvorsitz in der zweiten Jahreshälfte? An erster Stelle steht hier (bei möglichen Mehrfachnennungen) mit  31 Prozent eine neue europäische Vision.

Allwinger: “Mit einer neuen Vision verbinden die Menschen aber eher mehr Bürgernähe und Rücksichtnahme auf die Wünsche der Bevölkerung und nicht die ganz große europäische Vision.”

25 Prozent der Befragten erwarten sich, dass Österreich in der EU durch den Vorsitz künftig eine wichtigere Rolle einnimmt. 24 Prozent erwarten sich hingegen nur eine Abwicklung des Vorsitzes ohne Zwischenfälle.

40 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass von den Chefs der drei Großparteien Kanzler Sebastian Kurz am meisten vom EU-Vorsitz profitieren wird. 35 Prozent glauben, dass FPÖ-Chef H.C. Strache die Gunst der Stunde nützen wird und 25 Prozent sehen Christian Kern als Hauptprofiteur des Vorsitzes.

Fazit für Allwinger: “Die Österreicherinnen und Österreicher wollen zwar mehrheitlich nicht aus der EU austreten. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass sie mit dem jetzigen Status zufrieden sind. Die Bevölkerung wünscht sich mehr bürgerfreundliche Veränderungen in der EU und ganz besonders eine starke, aktive Rolle Österreichs.”

Die Umfrage wurde vom 15. bis 22. Mai durchgeführt. Befragt wurden bundesweit 604 Personen über 16 Jahre.

RMA – Regionalmedien Austria AG:
Die RMA AG steht österreichweit für lokale Nachrichten aus den Regionen und vereint unter ihrem Dach insgesamt 127 Zeitungen der Marken bz-Wiener Bezirkszeitung, Bezirksblätter Burgenland, Niederösterreich, Salzburg und Tirol, meine WOCHE Kärnten und Steiermark, der Kooperationspartner Bezirksrundschau Oberösterreich und Regionalzeitungen Vorarlberg sowie acht Zeitungen der Kärntner Regionalmedien und den Grazer.

Weiterführende Links:
Regionalmedien Austria AG: www.regionalmedien.at | www.meinbezirk.at

Kontakt RMA:
Dr. Wolfgang Unterhuber
Chefredakteur
Regionalmedien Austria AG
Weyringergasse 35
1040 Wien
wolfgang.unterhuber@regionalmedien.at

12. März 2018
von Kristin Allwinger

Kundenzufriedenheit messen: So bekommen Sie aussagekräftige Ergebnisse

Kundenzufriedenheit ist wichtig, Kundenbindung wichtiger, und am Ende kommt es auf den Fragebogen an: So holen Sie sich brauchbares Feedback. (Gastbeitrag Kristin Allwinger für www.port41.at)

Die Messung der Kundenzufriedenheit ist ein beliebtes Instrument, um sich Feedback aus dem Markt zu holen. Schließlich hängt der Erfolg eines Unternehmens davon ab, wie gut es ihm gelingt, seine Kunden dauerhaft zu binden. Was aber oft übersehen wird: Kundenzufriedenheit ist nicht mit Kundenbindung

gleichzusetzen. Kunden sollten auch emotional an ein Unternehmen, eine Marke oder Serviceleistung gebunden sein.

Drei wichtige Fragen für Ihren Erfolg

Bei vielen Kundenzufriedenheitsmessungen werden zwar detaillierteste Ergebnisse erhoben, aber auf die drei Parameter, von denen sich die Kundenloyalität bzw. die emotionale Bindung ableiten lassen, wird oft vergessen. Nicht fehlen sollten daher:

  • Die Frage nach der Gesamtzufriedenheit. Diese Fragen lassen sich und gut mit anderen Umfragen vergleichen. Sie gibt rasch Aufschluss über die Entwicklung der Zufriedenheitskurve. Aus Untersuchungen weiß man, dass man nur bei einem absoluten Spitzenwert daraus Rückschlüsse auf die Kundenloyalität ziehen kann.
  • Die so genannten Performance Fragen. Aufgrund dieser Ergebnisse lässt sich beispielsweise ein Ranking jener Serviceleistungen ableiten, die für den Kunden kaufentscheidend sind.
  • Fragen nach Verbesserungspotentialen

Weniger ist mehr

Das haben Sie sicher schon erlebt: Die freundliche Interviewerin am Telefon sagt, dass die Umfrage nur wenige Minuten dauert – und dann wird es doch erheblich länger. Vor solchen Tricks kann nur gewarnt werden! Kleine Unehrlichkeiten beeinflussen die Meinungsbildung negativ. Ehrlichkeit bezüglich der Dauer der Befragung ist wichtig. Das gilt auch für Onlinebefragungen.

Für die Länge des Fragebogens gilt daher: Weniger ist mehr! Das Kommunikationsverhalten hat sich in den letzten Jahren enorm verändert und an Tempo zugelegt. Wir empfehlen daher etwa zehn bis maximal fünfzehn Fragen mit maximal drei bis vier Themenschwerpunkten.

Der korrekte Fragebogen

Schlecht gemachte Kundenbefragungen können sich negativ auf die Kundenbeziehung auswirken. Vergessen Sie nicht, dass der Fragebogen auch eine Visitenkarte Ihres Unternehmens ist.

  • Passen Sie den Fragebogen an die Firmen CI an.
  • Achten Sie auf möglichst einfache und angenehme Handhabung.
  • Halten Sie die Befragung kurz und kompakt.
  • Achten Sie auf sorgfältige Formulierung der Fragen – vermeiden Sie etwa, zwei Fragen in einer zu verpacken.
  • Vermeiden Sie Suggestivfragen.
  • Überprüfen Sie den Fragebogen auf Flüchtigkeitsfehler.

Auswertung – und nun?

Unmittelbar nach der Auswertung und Interpretation der Ergebnisse sollte eine innere Analyse und Diskussion mit Ihren Partnern oder innerhalb des Teams stattfinden. Danach sollten möglichst unverzüglich Verbesserungen und konkrete Umsetzungsschritte geplant werden. Wenn Sie Mitarbeiter haben, kommunizieren Sie die Ergebnisse auch an diese. Andernfalls verpassen Sie eine gute Chance zur Steigerung der Mitarbeiterloyalität.

Wichtig: Setzen Sie dieses Instrument nicht inflationär ein. Ein guter Richtwert ist die Zufriedenheit etwa einmal jährlich zu messen, wobei allerdings Branchenbesonderheiten auch anderes nahelegen können.

Check-Liste für Ihre Kundenbefragung

  • Konkrete Zielsetzung der Befragung festlegen
  • Methoden festlegen, z.B. Online, Telefon oder persönliche Befragungen
  • Fragen zu Verbesserungspotentialen und Gesamtzufriedenheit nicht vergessen
  • Kundenbefragung an die Corporate Identity anpassen (Design, Wording, Stil etc.)
  • Durchführung: absolute Ehrlichkeit die Dauer der Befragung betreffend
  • Grafiken mit den Ergebnissen klar und verständlich gestalten
  • Ergebnisse mit Partnern und Mitarbeitern diskutieren und Verbesserungspotentiale ableiten
  • Umsetzung der Verbesserungspotentiale
  • Re-Evaluierung (nach einem angemessenen Zeitraum)

Weitere Artikel von Kristin Allwinger für www.port41.at : Aushilfen zu beschäftigen muss einfacher werden

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16. Februar 2018
von Kristin Allwinger

Deutliche Mehrheit der Österreicher für gültige Sommerzeitregelung

Während das EU-Parlament von der Kommission eine Überprüfung der umstrittenen halbjährlichen Zeitumstellung gefordert hat, gibt es in Österreich eine breite Mehrheit für die aktuelle Sommerzeitregelung. “61 Prozent wünschen sich die Beibehaltung – besonders die jungen und jüngeren Befragten”, sagte Kristin Allwinger vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Akonsult.

In der aktuellen und repräsentativen Akonsult-Befragung von 608 Österreichern ab 16 Jahren wollen nur 23 Prozent unbedingt, dass auf die Umstellung verzichtet wird. Die Attraktivität der Sommerzeit nimmt jedoch bei Pensionisten stark ab. Generell wird die Zeitumstellung von der Altersgruppe 60-Plus mehrheitlich abgelehnt. “Dies ist auch nachvollziehbar, da das Thema mehr Freizeit im Sommer nicht mehr zum Tragen kommt”, erklärte Allwinger. Zudem gebe es in dieser Altersgruppe besonders viele bekennende Frühaufsteher.

Längere Helligkeit größter Vorteil Mehr als zwei Drittel der Österreicher haben keine Probleme sich an die Uhrenmanipulation zu gewöhnen. Von jenen, die ein Problem mit der Umstellung haben, überwindet ein Fünftel das in einem Tag, knapp die Hälfte benötigt zwei, drei Tage und ein Viertel eine Woche. Zwei Prozent haben es erst nach drei Wochen geschafft. Fast zwei Drittel glauben laut Akonsult nicht, dass es zu gesundheitlichen Problemen kommen kann, elf Prozent sind jedoch fest davon überzeugt. Befragt nach dem Hauptgrund, warum immer wieder über die Abschaffung der Sommerzeit diskutiert wird, nennen 39 Prozent das generelle Jammern/”Matschkern”, gefolgt vom Unverständnis, dass die nutzbaren Sonnenstunden die Freizeit verlängern (30 Prozent). Fast gleich viele, 15 bzw. 16 Prozent, orteten mögliche Gesundheitsprobleme und die Unzufriedenheit der Morgenmuffel als Ursache. Sich selbst bezeichnen übrigens nur 42 Prozent der Österreicher als Morgen-, jedoch 58 Prozent als Abendmenschen. Für 54 Prozent (Mehrfachnennungen möglich) ist die längere Helligkeit der größte Vorteil der Sommerzeit, gefolgt von der Möglichkeit, entsprechend länger unterwegs zu sein (45 Prozent). Ein Drittel freut sich über eine bessere Aufteilung der Sonnenstunden, insbesondere für Berufstätige und neun Prozent glauben an eine Energieersparnis. Alles in allem überwiegen für 64 Prozent persönlich die Vorteile der Sommerzeitumstellung. Sollte diese dennoch abgeschafft werden, sprachen sich gegenüber Akonsult 54 Prozent dafür aus, dass dann generell die Sommerzeit gelten soll.

(APA, 15.2.2018) – derstandard.at/2000074319497/Deutliche-Mehrheit-der-Oesterreicher-fuer-gueltige-Sommerzeitregelung

Ergebnisse im Detail:

48% der Befragten meinen, etwaige Probleme mit der Zeitumstellung in zwei bis drei Tagen nicht mehr zu spüren. Rund ein Fünftel hat die Umstellung sogar in nur einem Tag bzw. eine Nacht überwunden.

26% der Befragten geben an, mit Folgen der Zeitumstellung rund eine Woche zu „kämpfen“  . In der Altersgruppe 60+ sind es sogar 41% (!).

Alles in allem betrachtet, meinen 64%  der Befragten, dass für Sie persönlich die Vorteile der Sommerzeit überwiegen.

26. Januar 2018
von Kristin Allwinger

Snackable Content ist schnell vergessen

Mehr Medienresonanz mit Studien, Whitepapers und Hintergrundinformationen

Eine aktuelle wissenschaftliche Studie hat ergeben, dass ein Tweet eine Halbwertszeit von gerade einmal 18 Minuten hat. Also verhält sich so ein 140-Zeichen-Content-Snack genauso wie ein Schokosnack: Er ist schnell verzehrt und macht ganz und gar nicht satt. Vom Inhalt bleibt wenig, selbst die Erinnerung daran schwindet schnell.

Plädoyer für guten Content

Daher ist dieser Blog-Beitrag ein Plädoyer für guten, fundierten Content. Gute Long-Form-Contents sind wichtiger denn je, da sie ganz einfach länger in Erinnerung bleiben als flüchtige Tweets und Postings. In Zeiten der überbordenden Informationsflut bedeutet mehr Umfang aber keineswegs mehr Aufmerksamkeit. Mehr Umfang muss einen Mehrwert generieren. Eine inhaltlich umfangreichere Content-Form, die sich meiner Meinung nach in Zukunft stark durchsetzen wird, ist die umfassende, qualitativ hochwertige Hintergrundinformation, die als Service für Medien, Entscheidungsträger oder sonstige Stakeholder eingesetzt wird.

Medien im Wandel – und wie reagiert die PR?

Medien unterliegen schon seit Jahren einem Wandel und sind aufgrund des gestiegenen finanziellen Drucks mit schwindenden personellen Ressourcen konfrontiert. Daher reagiert Akonsult PR darauf und bietet immer mehr journalistisch aufbereiteten Content an. Wir setzen beispielsweise wesentlich häufiger auf das journalistische Hintergrundgespräch, als auf herkömmliche Presse-Events. Oder bereiten für Medien Reports, Whitepapers*), Studien etc., statt herkömmlicher Presseinformationen auf. Und bei Bedarf, als Draufgabe sozusagen, ist natürlich auch nichts gegen einen Twitter-Content-Snack einzuwenden.

*)Ein Whitepaper (aus dem Englischen; basierend auf dem politischen Weißbuch) ist ein Instrument der Öffentlichkeitsarbeit, das ursprünglich in den Bereichen IT und Technik eingesetzt wurde und eine Übersicht über Leistungen und Standards gibt. Hierzu zählen auch Fallstudien und Marktforschungsergebnisse. White Papers geben auf mindestens zwei Seiten einen Überblick über Vor- und Nachteile, Kosten und Einsparpotenzial einer bestimmten Problemlösung. Die Sprache wird eher fachlich gehalten. Auch auf verkäuferische Floskeln wird oft verzichtet. Heute werden White Paper in vielen Fachbereichen verwendet.

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26. Oktober 2017
von Kristin Allwinger

Zwei Drittel besuchen zu Allerheiligen und Allerseelen den Friedhof

Der Besuch des Familiengrabs bzw. des Friedhofs gehört zu Allerheiligen und Allerseelen für die große Mehrheit der Österreicher einfach dazu: Mehr als zwei Drittel haben dies vor; noch mehr, nämlich 77 Prozent, glauben, dass ihre Mitbürger diesen Brauch weiterhin pflegen. Lediglich ein schwaches Zehntel wird ganz bestimmt nicht auf einen Friedhof gehen, so eine repräsentative Akonsult-Umfrage.

Das Gedenken an die Verstorbenen wird von einem Drittel auch als Familienbrauch begangen, zu dem etwa ein gemeinsames Essen oder eine Jause zum alljährlichen Ritual einfach dazu gehört. Noch mehr, nämlich 57 Prozent der 604 von Akonsult Befragten wollen das Grab anlässlich Allerheiligen und Allerseelen auch schmücken und kaufen dafür einen Kranz oder ein Bukett.

Die Umfrageergebnisse auf einen Blick:

  • 77% der repräsentativ Befragten meinen, dass es in Österreich noch
    immer Brauch ist, rund um Allerheiligen bzw. Allerseelen auf
    den Friedhof zu gehen und das Familiengrab zu besuchen.
  • 68% der Befragten geben an, zu Allerheiligen oder Allerseelen auf den Friedhof zu gehen.
  • Etwas mehr als ein Drittel der Befragten pflegt zu Allerheiligen/
  • Allerseelen so etwas wie einen Familienbrauch wie beispielsweise essen oder Kaffee trinken zu gehen und danach gemeinsam das Familiengrab zu besuchen.
  • 57% der befragten ÖsterreicherInnen werden zu Allerheiligen bzw. Allerseelen das Familiengrab mit einem Kranz oder Ähnlichem schmücken.
  • Ist Halloween langsam aber sicher eine Konkurrenz für Allerheiligen? Das bejaht nur rund ein Drittel der Befragten.
  • 89% der Befragten geben an, zu Allerheiligen an ihre verstorbenen Angehörigen bzw. Lieben zu denken.
  • Jede/r zweite repräsentativ befragte Österreicherin oder Österreicher denkt zu Allerheiligen bzw. Allerseelen auch an die eigene Endlichkeit.
  • Zwei Drittel der Befragten fühlen sich von ihren verstorbenen Verwandten bzw. Angehörigen beobachtet und beschützt. Noch deutlich mehr  – rund 80% der Befragten, die angeben religiös zu sein.
  • Später auch selbst feierlich bestattet zu werden, ist für 63% der Befragten wichtig und sogar für 90% der Befragten, die angeben in irgendeiner Weise religiös zu sein.
  • Ob  später mal das Familiengrab von Angehörigen besucht und gepflegt wird, findet nur jede/r zweite Befragte wichtig. Deutlich mehr erachten ein feierliches Begräbnis als wichtig.

18. Oktober 2017
von Kristin Allwinger

Akonsult-Studie: Fast jede zweite Beziehung wird im Netz geschlossen

Wer eine Partnerin, einen Partner sucht, verlässt sich nicht auf Amors Pfeile, sondern sucht aktiv im Internet. 45 Prozent der befragten Singles hatten schon eine oder mehr Partnerschaften, die auf Dating-Plattformen begonnen haben. So das Ergebnis einer aktuellen Akonsult-Umfrage (n= 703 Singles) im Auftrag der österreichischen Dating-App Whispar. „Interessant ist, dass diese Beziehungen unkomplizierter erscheinen, mehr Gemeinsamkeiten aufweisen, aber auch zu mehr Fernbeziehungen führen“, erklärt Kristin Allwinger vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Akonsult.

Wien – 18. Oktober 2017: Feste Partnerschaft statt Freundschaft Plus: Dass die Internet-Partnersuche besser als ihr Ruf ist, zeigt eine von der Dating-App Whispar in Auftrag gegebene Studie. Interessant ist nicht nur, dass heute fast jede zweite Beziehung im Internet geschlossen wird, sondern dass 63 Prozent auf der Suche nach einer festen Beziehung sind. „Jeder zehnte Single möchte sogar eine Partnerin, einen Partner zum Heiraten finden“, zeigt sich Whispar-Erfinder Florian Gutmann erfreut, der seine App für eine seriöse Partnersuche konzipiert hat. Allerdings, 20 Prozent der Singles suchen im Internet nach einem Flirt und eventuell mehr.

Emotionaler, unkomplizierter, aber nicht immer zu hundert Prozent ehrlich

Und wie unterscheiden sich Partnerschaften, die auf Dating-Plattformen begonnen haben, von anderen? Die Beziehung ist unkomplizierter, geben 25 Prozent der Befragten an. 22 Prozent finden, dass jene Paare, die sich im Internet kennen gelernt haben, mehr Gemeinsamkeiten aufweisen. 16 Prozent sind wiederum der Ansicht, dass es zu mehr Fernbeziehungen kommt. Aber 23 Prozent der Befragten meinen auch, dass nicht immer alle Angaben zu hundert Prozent ehrlich wären.

„Mama, ich date im Internet“

Positiv: Mit dem Tarnen und Täuschen und Notlügen wie „Wir haben uns über Freunde kennen gelernt“ ist es vorbei, wie es scheint: 73 Prozent der Singles geben gegenüber Freunden und Bekannten offen zu, dass sie Online ihren Partner kennen gelernt haben. Bei der eigenen Familie ist es dann doch ein wenig anders. Nur 60 Prozent vertrauen Mama, Papa, Oma und Opa an, dass sie im Internet nach der wahren Liebe suchen.


Die Umfrageergebnisse auf einen Blick

Online Umfrage von Akonsult KG mit 703 Singles ab 18 Jahren im Auftrag von Whispar, Durchführungszeitraum: 23. September bis 18. Oktober 2017 (Alters- sowie Geschlechter-verteilung repräsentativ für Partnersuchende im Internet.)

  • Ein Drittel (33 %) der befragten Singles konzentriert sich ausschließlich auf die Partnersuche im Netz. Etwa zwei Drittel geben an, online und offline nach einem Partner suchen.
  • 79 % der Zeit bzw. des Engagements widmen Singles der Suche im Netz.
  • Männer sprechen wesentlich häufiger Frauen an als umgekehrt, so 80% der befragten Singles.
  • Nahezu jede zweite Partnerschaft (45%) wird heute online geschlossen.
  • Unterschiede Partnerschaften, die Online versus herkömmlich entstanden sind:
    • 25% meinen im Internet geschlossene Partnerschaften sind offener und unkomplizierter.
    • 23% finden bei solchen Partnerschaften gäbe es mehr Gemeinsamkeiten.
    • 22% sehen ein gewisses Defizit bei den Angaben, die nicht immer alle korrekt und ehrlich gemacht werden.
    • 16% finden aufgrund der Partnersuche im Netz komme es häufiger zu Fernbeziehungen.
    • Die Beziehungen werden schneller emotional und intensiv, finden 53% der befragten Singles.
  • Fast 60% der Partnersuchenden im Netz suchen etwas Festes. „Eine Bekanntschaft zum Ausgehen, Flirten und eventuell mehr …“, erwarten sich 26% der befragten Singles. 12% sind auf Braut bzw. Bräutigamschau.
  • 73% der der Singles geben bei Freunden und Bekannten offen zu, dass sie Online-auf Partnersuche sind. Nur 60 % sind ihrer Familie gegenüber in dieser Hinsicht offen.

Fotocredit: iStock

Über Whispar
Die in Wien vom Start-up-Unternehmer Florian Gutmann entwickelte Dating-Plattform Whispar“ wurde für Singles entwickelt, die eine ernsthafte Partnerschaft suchen. Im April 2016 wurde Whispar als „Best New Dating App 2016“ bei den European Dating Awards in Amsterdam ausgezeichnet. Whispar ist auch in Deutschland am Markt und auch in englischer Sprache verfügbar. Weitere Sprachvarianten sind geplant. Die Dating-App whispar steht als kostenloser Download unter https://www.getwhispar.com/de/ sowie für Android-Nutzer im Google Play Store und für iPhone-Nutzer im iTunes Store zur Verfügung. Whispar wurde bereits von mehr als 100.000 Usern downgeloadet.

So funktioniert die Dating-App Whispar
Nach der kostenlosen Anmeldung nehmen die whispar-User ein 30-sekündiges Stimmprofil auf, laden ein Foto hoch und stellen ihre für die Partnerwahl relevanten Suchkriterien ein. Danach erhalten sie täglich neue Partnervorschläge. Die Singles können den Stimmprofilen der anderen lauschen,
Sprachnachrichten übermitteln, Sounds verschicken oder anonym mit anderen whispar-Usern telefonieren. Egal ob man jemanden anruft oder ob man angerufen wird, die Telefonnummer wird durch eine Whispar-Rufnummer ersetzt und ist somit für andere nicht sichtbar. Die Dating-App whispar steht als kostenloser Download unter https://www.getwhispar.com/de/ sowie für Android-Nutzer im Google Play Store und für iPhone-Nutzer im iTunes Store zur Verfügung.

Weitere Links:

https://www.akonsult.at/generation-35-plus-flirtet-am-liebsten-online/

https://www.akonsult.at/immer-mehr-singles-in-oesterreich-tendenz-weiter-steigend/

19. September 2017
von Kristin Allwinger

Aushilfen beschäftigen – unbürokratische Lösung gesucht

Als Unternehmerin wünsche ich mir, jemanden unbürokratisch, ohne Steuerberaterin, und ganz legal engagieren zu können und dabei genau zu wissen, welche Kosten entstehen.

Mein Kommentar für das Unternehmerportal im Unternehmermagazin www.port41 so geht selbstständig. https://www.port41.at/meinung/aushilfen-zu-beschaeftigen-muss-einfacher-werden

“Jemanden unbürokratisch – ohne die Hilfe meiner Steuerberaterin – zu engagieren und genau zu wissen, welche Beträge auf mich zukommen, würde meinen Alltag als Unternehmerin ganz enorm erleichtern”, Kristin Allwinger

Wer kennt das nicht als Klein- bzw. KleinstunternehmerIn? Ein Auftrag muss möglichst rasch abgearbeitet werden, die Belege sollen sortiert werden oder sonstiger bürokratischer Kram stapelt sich. So sieht der ganz normale Alltag von kleinen Selbstständigen aus. Wäre das nicht toll, ab und zu kleine „Heinzelmännchen“ als Unterstützung engagieren zu können, um Abhilfe zu schaffen?

Stundenweise Beschäftigung – ein legaler Balanceakt

Wenn man eine Aushilfe legal beschäftigen möchte, zieht das meist einen erheblichen bürokratischen Aufwand nach sich, wie beispielsweise bei geringfügig Beschäftigten. Da muss ein Arbeitsvertrag erstellt werden, sowie die Anmeldung bzw. die regelmäßigen Meldungen bei der Gebietskrankenkasse vorgenommen werden. Zudem sind bei anderen Beschäftigungsverhältnissen, wie beispielsweise bei einem Werkvertrag, auch möglicherweise rechtliche Konsequenzen zu bedenken. Denn, wenn der Werkvertrag rechtlich nicht der Prüfung der Gebietskrankenkasse „standhält“, dann ist meist eine Strafe sowie eine satte Nachzahlung der gesamten Lohnnebenkosten fällig. Daher scheuen viele kleine Unternehmerinnen und Unternehmer diese Schwierigkeiten und erledigen Liegengebliebenes selbst am Wochenende.

Auf der anderen Seite gibt es aber viele Menschen, die sich gerne nebenher Geld verdienen möchten, die aber wissen, dass es möglicherweise zu einer Nachzahlung der Sozialversicherung und der Einkommensteuer führen kann, was am Jahresende für eine wirklich böse Überraschung sorgt.

Unkompliziert nebenbei dazuverdienen

In Deutschland hat man für diese Probleme Abhilfe gefunden und zusätzlich die Möglichkeit der Minijobs geschaffen, die es einerseits transparent und ohne viel Aufwand für die Unternehmer erlaubt, jemanden für ein paar Stunden zu beschäftigen. Auch die Arbeitnehmerseite gestaltet sich unkompliziert und attraktiv, denn bis zu einem Betrag von 450 Euro pro Monat kann jeder – mit Ausnahme von Sozialhilfeempfängern – nebenher dazuverdienen, ohne dafür zusätzlich Steuer oder

Sozialversicherung zu bezahlen. Denn der Arbeitgeber überweist vom ausgezahlten Betrag 21% an eine extra dafür geschaffene Stelle, die auch die Anmeldung und Abmeldung unbürokratisch erledigt. Und das war’s – alle möglichen Abgaben sind damit für beide Seiten bezahlt. Dieses System hat dazu geführt, dass auch qualifizierte Menschen einen Anreiz haben, nebenher noch Geld zu verdienen. Vielfach wird auch von Unternehmensgründerinnen und -gründern nebenher ein Minijob zur besseren Abdeckung der Fixkosten übernommen.

Unbürokratische Lösung gesucht

Studien haben ergeben, dass der dazuverdiente Betrag meist sofort in den Konsum fließt, was wiederum die Wirtschaft ankurbelt. Ich möchte hier nicht das System der deutschen Minijobs loben und auf gar keinen Fall in Österreich 1:1 kopiert haben, da geht mir dieses System doch zu weit. Denn es ist damit auch möglich, „normale“ Angestelltenverhältnisse zu umgehen. Eine Person kann beispielsweise auch mehrere Minijobs haben und ist damit sozialrechtlich sehr, sehr schlecht abgesichert.

Aber die Grundidee, jemanden unbürokratisch – ohne die Hilfe meiner Steuerberaterin – zu engagieren und genau zu wissen, welche Beträge auf mich zukommen, noch dazu mit absoluter Rechtssicherheit, würde meinen Alltag als Unternehmerin ganz enorm erleichtern.

Wie wir alle wissen, sind bald Nationalratswahlen und die diversen Wahlversprechen werden bereits medial diskutiert. Was nach dem 15. Oktober für die Kleinunternehmer bzw. EPU, die die Säulen der österreichischen Wirtschaft bilden, „herausspringen“ wird, auf das dürfen wir gespannt sein.

14. August 2017
von Kristin Allwinger

Akonsult-Umfrage zur Nationalratswahl: Kurz-Effekt schlägt Kanzlerbonus

Das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Akonsult hat im Auftrag der Regionalmedien Austria eine repräsentative Exklusivumfrage durchgeführt: Wären am kommenden Sonntag Nationalratswahlen käme die ÖVP auf 32 Prozent der Stimmen und die SPÖ und die FPÖ würden gleichauf auf mit 25 Prozent liegen.

Die Liste Pilz käme mit sieben Prozent noch vor den Grünen, die sechs Prozent erreichen. Die Neos würden bei fünf Prozent liegen.

Kurz-Effekt schlägt derzeit Kanzlerbonus

Der „Kurz-Effekt“ wirkt also, wie die Akonsult-Umfrage zur Sonntagsfrage zeigt. Der Kanzlerbonus hingegen scheint Christian Kern bisher kaum zu helfen: Seine SPÖ liegt deutlich hinter der Kurz-ÖVP. „Bisher war Bundeskanzler Kern auch eher in der Rolle des Herausforderers zu beobachten. Persönlich sehr angriffig gegenüber Außenminister Kurz und anderen ÖVP-Ministern und mit häufig wechselnden Themen“, so Allwinger weiter.

n = 603 Personen ab 16 Jahren zwischen dem 28. Juli und 4. August befragt. Schwankungsbreite ~ +/- 4%

„Mit wem würden Sie gerne auf einen Kaffee gehen?“ Diese Frage zielt darauf ab, Interesse und Sympathie für einen Politiker auszuloten. Auch hier führt Sebastian Kurz, gefolgt von Heinz Christian Strache und Christian Kern.

Was die Durchsetzung von Reformen angeht, hat auch hier der neue ÖVP-Chef die Nase vorn. Eine Mehrheit von 38 Prozent traut Kurz das zu, während es Kanzler Christian Kern von der SPÖ 25 Prozent zutrauen. 23 Prozent glauben, dass Heinz-Christian Strache der richtige Mann für Reformen ist.

Ein Drittel der Befragten weiß schon, wo es sein Kreuzerl macht. 41 Prozent gaben an, eine Tendenz zu haben. „Das deutet darauf hin, dass die Meinungen dabei sind, sich zu verfestigen. 18 Prozent der Befragten zeigen sich noch unentschlossen“, erklärt Allwinger.

Hier der Link mit allen Details:

https://www.meinbezirk.at/land-oesterreich/politik/umfrage-zur-nationalratswahl-oevp-vorn-gruene-hinter-pilz-d2211876.html/action/recommend/1/

Regionalmedien_16_08_2017

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